PASTE-UP STREET ART

by val_man




Mich begeistert das Phänomen "Street Art" oder auch genannt "Urban Art" oder "Post-Graffiti", aber am meistens wohl bekannt unter dem Begriff "Street Art". Eben Kunst im öffentlichem Raum, kostenlos und für jedermann und das tagtäglich, wenn man sich draußen auf der Straße bewegt. Es flutet nun schon seit Jahren die Metropolen weltweit - eine wahre Explosion an Kreativität passiert auf den Straßen. Es wird mit einer einer Fülle von Materialien experementiert, ständig werden neue Techniken entwickelt und unentdeckte Orte erobert.

 

Einer der vielen Techniken ist das Paste-Up. Gerade noch aktuell, da wir im Oktober das Inside Out Projekt in Wuppertal durchgeführt haben, placed am historischen Weinkontor mit 674 Portraits. Yeah - different faces - different views... Übrigens, die Paste-Ups hängen noch, zwar nicht mehr alle und paar sind auch schon von Wind und Wetter gerockt, aber sieht immer noch top aus.

 

Ein Paste-Up (engl. aufkleben) ist ein mit Kleister oder Leim aufgeklebtes Plakat. Die Motive dafür werden entweder per Hand gezeichnet oder am Rechner erstellt. Aufwändigere oder größere Motive werden per Siebdruck oder Stencil (Schablone) visualisiert. Grundsätzlich wird dickeres Papier genutzt, da es ansonsten durch die Feuchtigkeit des Leims oder Kleisters beim Aufziehen zu schnell reißen könnte. Aber es gibt auch Künstler, die bewusst mit Zeitungspapier arbeiten. Grundsätzlich gilt für die Haltbarkeit dieser Werke, dass Untergrund, Klima und Witterung darüber entscheiden, wie lange sie im öffentlichen Raum überleben.

 

Eine Ableitung der Paste-Ups ist das Cut-Out. Bei einem Cut-Out (engl. ausschneiden) wird ein Motiv aus Papier an seiner äußeren Kontur (Outline) ausgeschnitten und per Kleister an alle möglichen Stadtmöbel im öffentlichen Raum gepastet (gekleistert). Ein Cut-Out ist sozusagen ein Ausschnitt eines Paste-Ups.Bei dem Cut-Out wird sich überwiegend auf einen "Character" konzentriert, sprich ein und die selbe Figur bzw. Detail.

 

Es gibt eine Vielzahl an wundervollen "Paste-Up-Artist", wo jeder seinen ganz eigenen Style mit der Technik entwickelt hat, um seine ganz persönliche  Botschaft zu transportieren. Mich fasziniert, was sich mit einem Stück "Papier" alles anstellen lässt und ich bin begeistert von dessen Wirkung. Und ich möchte meine persönlichen Favoriten hier vorstellen.

ALIAS (BERLIN)

© Pink
© Pink


Alias lebt seit mehr als 12 Jahren in Berlin und zählt dort zu den aktivsten Künstlern. Seine Technik ist das Cut-Out. Begonnen hat alles mit dem Motiv einer Katze mit Brille. Ursprünglich wollte er ausschließlich bei diesem Motiv bleiben, um dadurch in der Street Art Szene bekannt zu werden. Nach kurzer Zeit war ihm das aber zu langweilig und er kamen neue Motive dazu, wie Menschen mit Atemschutzmasken, die ihr Gesicht verbergen oder sich wegdrehen und immer wieder Kinder. Als Motiv dafür sucht Alias Fotos im Internet, die er als Grundlage für seine Cut-Outs nutzt. Sie werden per Photoshop bearbeitet, an den Umrissen ausgeschnitten und an gut besuchte Plätze geklebt.

EL BOCHO (BERLIN)

El Bocho´s Arbeiten findet man seit 1997 auf den Strassen, seit einigen Jahren vermehrt in Berlin. Und mittlerweile ist er einer der bekanntesten Street Art Künstler Berlins. Seine Werke sind vielschichtig – Leinwand, Kreide, Klamotten, Illustration, Installation, Poster, Skulptur, Stencil, Sticker, Tape, Kacheln, Fotografie und Video – mit Schwerpunkt auf Cut-Out. Er arbeitet nicht direkt auf der Mauer, sondern bereitet seine Werke überwiegend auf braunem Packpapier vor, um sie dann an den richtigen Stelle in der Stadt zu platzieren. Als Stilelemente nutzt er „Characters“ (immer die gleiche Figur) wie folgt:


Little Lucy: Eine seiner wohl bekanntesten Figuren ist Little Lucy, bekannt aus eine tschechischen Serie „Lucy der Straßenschreck“ aus den 70er Jahren.

Citizen Portraits: Portraits von Frauen im Pop-Art-Style, die meist etwas sagen, dass ihre Liebe zu Männern oder auch zu ihrer Stadt ausdrückt wie “Buy me” oder “Je t’aime Berlin”.



Kalle und Bernd: Kalle und Berndt, zwei sprechende Überwachungs-kameras, die nur eine Sache lieben – zu beobachten und zu kommentieren.

Poor Hanna: Poor Hannah ist ein kleines dickes Mädchen, die sich mit den Problemen des Erwachsen werdens befasst.


more Info: www.elbocho.net

JR (PARIS)

JR ist ein französischer Fotograf und Paste-Up-Künstler und mittlerweile einer der bekanntesten weltweit. Er begann seine Karriere als Graffiti-Künstler. Nachdem er eine Kamera in der Pariser Metro findet, beginnt er mit dem Fotografieren und entwickelt daraus seine Portrait-Paste-Up-Kunst für den öffentlichen Raum. Anfänglich schuf sich JR seine ganz eigene Ausstellungsplattform, indem er seine ersten Fotografien in den Straßen von Paris, die er mit Sprühfarbe umrahmte, an die Wände pastet. Und was mit dieser Sidewalkgallery „Expo2Rue“ in 2001 begann ist heute zu einer „Expo2Trépointe“ geworden.

 

Er beobachtet und portraitiert, was er sieht, ohne Kritik üben zu wollen. Das überlässt er dem Betrachter seiner Werke - manches noch mal zu überdenken oder neu zu bewerten. Mittlerweile hatte er eine Vielzahl an Projekten weltweit durchgeführt, alle mit einem sozial engagiertem Hintergrund, verpackt in einem Konzept.

EXPO2RUE

Paris 2001-2004
Paris 2001-2004

PORTRAIT OF A GENERATION


In 2004, ein Jahr vor den Unruhen in den Pariser Vororten, erstellt JR in Zusammenarbeit mit Lady Li unter dem Titel "Cliches de Ghetto" Porträts von Jugendlichen aus den kritischen Vororten rund um Paris und pastet diese an die Gebäude von Cite de Bosquets, eins der heruntergekommensten Plattenbauvierteln von Paris. Den eigentlichen Durchbruch haben Jr und Lady Li aber in 2005 mit dem Folgeprojekt „Portrait of a Generation“, wo sie nach den Unruhen in den Pariser Vororten Jugendliche, die Grimassen schneiden portraitieren und diese als großflächige Poster plakatierte, sowohl in gutbürgerlichen Vierteln wie auch in den betroffenen Vororten. Die Passanten sollten durch die Bilder die mediale Darstellung der Jugendlichen überdenken.

FACE2FACE



In 2005 reiste JR mit einem Freund durch den Nahen Osten, um herauszufinden, warum Palästinenser und Israelis nicht einen Weg finden, zusammen klar zu kommen Nach einer Woche war klar: Die Menschen sehen gleich aus; sprechen fast die gleiche Sprache und dennoch bekämpfen sie sich gegenseitig. So entstand in 2007 das Projekt „Face2Face“ - eine Gegenüberstellung der beiden Völker. Israelis und Palästinensern aus gleichen Arbeitsfeldern werden fotografiert und auf riesigen Plakaten Gesicht neben Gesicht auf beiden Seiten des Gazastreifens und in mehreren palästinensischen und israelischen Städten geklebt. Und schnell stellt sich die Frage: Wer ist der Israeli und wer Palästinenser? Und wenn man keinen Unterschied sieht, warum bekämpft man sich dann?

WOMAN ARE HEROES

In 2008 entwickelt er sein Projekt “Woman are Heroes”. Im Rahmen dieses Projektes reiste JR in 2008 nach Sierra Leone, Liberia und Brasilien, in 2009 nach Kenia, Indien und Kambodscha. Er wollte jenen Tribut zollen, die in der Gesellschaft eine wichtige Rolle übernehmen, aber auch die ersten Opfer von Krieg, Verbrechen, Vergewaltigung oder politischem und religiösem Fanatismus sind. Dargestellt in riesigen Murals auf Wänden, Zügen und Brücken, bringt er eindringlich die Frauen in ihrer rauen Umgebung sozialer Konflikte zur Geltung. „Women Are Heroes“ ist ein Projekt mit vielen Bildern und wenig Worten.

Bô City, Sierra Leone 2008
Bô City, Sierra Leone 2008
Monrovia, Liberia 2008
Monrovia, Liberia 2008

 JR beginnt sein Projekt in Sierra Leone, in den Städten Freetown und Bo City – er versuchte nicht, die Gründe und die Protagonisten des Konflikts zu verstehen. Er beobachtet, fotografiert un d pastet.

Im gleichen Jahr reiste er auch nach Liberia in die Hauptstadt Monrovia. Die Reaktion auf seine Paste-Ups dort ist roh, teilweise brutal. Warum Frauen? Warum hier? Warum schwarz-weiß? Sind diese Frauen alle tot? Die Frauen selbst hatten nur eine Bitte an JR: „Lass meine Geschichte mit dir reisen“.


Rio de Janeiro, Brasilien 2008
Rio de Janeiro, Brasilien 2008

Im August geht es dann im Rahmen des Projektes nach Moro de Providencia, die Favela im Zentrum von Rio de Janeiro und ein Synonym für Gewalt. JR bettet riesige Fotos von den Gesichtern und Augen der einheimischen Frauen auf die Außenfassaden der Favela.

Kiberia, Kenia 2009
Kiberia, Kenia 2009
Phnom Penh, Kambodscha 2009
Phnom Penh, Kambodscha 2009

In Kiberia, Kenia beklebt JR nicht nur 2000 Quadratmeter Dächerflächen mit Fotos von Augen und Gesichter einheimischer Frauen, sondern auch einen Zug. Am Zug selbst kleben die Augen, auf separaten Wellplatten der Rest von den Gesichter und diesen werden an den Gleisen montiert. Für den Bruchteil einer Sekunde, wo der Zug die Wellblechplatten passiert, vervollständigen sich die Gesichter wieder zu einem Ganzen.

Im selben Jahr porträtiert er kambodschanischen Frauen, die um ihre Häuser in der Day Krahorn Slum am Rande von Phnom Penh kämpfen, den die Enteignung und Umsiedlung durch den steigenden Immobilienboom droht.


Jaipur, Indien 2009
Jaipur, Indien 2009

In Jaipur, Indien installiert er riesige weiße und klebrige Augen-Stencils von Frauen, um die Farbpigmente einzufangen, die durch das Tanzen der Einwohner im Rahmen des Holi-Fests (traditionelles Fest der Farben in Indien), aufgewirbelt werden.

WOMAN ARE HEROES ON A CONTAINER SHIP IN LE HAVRE


Im Juni 2014 verlässt ein 363 Meter langes Schiff den Hafen von Le Havre, Frankreich. 2600 Papierstreifen wurden von JR und sein Team in nur 10 Tagen auf den Behältern mit den Hafenarbeitern gepastet. Guillaume Cagniard hat einen Film über das Projekt mit dem Titel „RIVAGES“ gemacht. Die Zusammenarbeit von JR und Cagniard ist eine Kombination von zwei Interessen. Cagniard's, die Portraitierung der Hafenarbeiter, einer Männerdomäne, die in sich eine geschlossene Einheit bildet, in der Frauen nichts verloren haben. JR's, die Einlösung eines Verprechens im Rahmen des Projekts „Women are Heroes“, wo die portraitiereten Frauen ihn gebeten haben :“ Lass meine Geschichte mit dir auf Reise gehen“. Und genau das macht JR – er schickt ein überdimensionales Frauenaugen aus dem „Women are Heroes Project“, gepastet auf den Containern des Schiffs, auf eine Reise um die Welt mit dem Ziel Malaysia.

 The Wrinkels of the City

 In 2008 entwickelte er auch das Projekt „The Wrinkels of the City”, ein globales Projekt mit dem Ziel in verschiedenen Städten auf der ganzen Welt, die "Falten" zu portraitieren, sowohl menschlicher wie architektonischer Natur. In diesem Abenteuer verbindet JR die Erinnerung an die älteren Generationen und an die geschichtsträchtige Architektur der Städte, die beide von den Narben der Geschichte, ihrer wirtschaftliche Entwicklung, den soziokulturellen Veränderungen gekennzeichneten sind. Das Projekt wurde bisher in Cartagena, Spanien (2008), Shanghai, China (2010), Los Angeles, USA (2011), La Habana, Cuba (2012) und Berlin, Deutschland (2013) durchgeführt.

Cartagena, Spanien 2008
Cartagena, Spanien 2008

Kostbare Reliquie der Zeit, so scheint Alter an den Wänden Cartagena, Spaniens. Im Herbst 2008 fotografiert JR dort die ältesten männlichen Bewohner, alle samt Bürgerkriegsveteranen und befestigt diese auf den historischen Fassaden bzw. Ruinen der spanischen Stadt.

Shanghai, China 2010
Shanghai, China 2010

In Shanghai, China trifft Tradition auf Ultra-Modernes und wirtschaftlichem Wachstum und die ältern Generationen dazwischen. Jr pastet seine Portraits abseits des Ultra-Modernem auf Ruinen, um deren Geschichte zu dokumentieren.


Los Angeles, USA 2011
Los Angeles, USA 2011

In Los Angeles dokumentiert er weniger die Zeugen der Veränderungen, sondern stellt das Alter dem Streben nach Perfektion, Schönheit und der Selbstverständlichkeit von Schönheitsoperationen gegenüber.

Havanna, Kuba 2012
Havanna, Kuba 2012

In Havanna fotografiert JR in Zusammenarbeit mit dem kubanisch-amerikanischen Künstlers José 25 Senioren, die die Zeit der kubanischen Revolution erlebt haben. Es entstehen großartige Mural-Portraits, die von Parla mit verwaschenen Kalligraphien hinterlegt werden.

Berlin 2013
Berlin 2013

Im April 2013, arbeitet JR auf über 15 Gebäude an den Stadtgrenzen Berlins. Hier porträtiert er ältere Menschen, die die Veränderungen und Umwälzungen ihrer Stadt erlebt haben - den Mauerfall, das Zusammenwachsen von Ost und West.

UNFRAMED

In 2009 startet er sein Urban Project „Unframed“, welches in Italien (2009), Schweiz (2010), Brasilien(2011), USA (2012) und Frankreich (2013) durchgeführt wird. Bis dahin hatte JR immer mit eigenen Fotografien gearbeitet, aber in „Unframed“ pastet er Bildern von berühmten und anonymen Fotografen, die er neu interpretiert und in einen neuen Kontext je nach Ort, Nachbarschaft oder Stadt setzt.

Grottaglie, Italien 2009
Grottaglie, Italien 2009
Vevey, Schweiz 2010
Vevey, Schweiz 2010

Foto von Tschernobyl, um aufmerksam zu machen, dass die lokale Mafia illegal giftige Abfälle in den Boden dieser Region Süditaliens vergräbt.

Für die Stadt Vevey, Schweiz interpretiert er in Co-Produktion mit dem Musée de l'Elysée Werke alter Künstler wie Robert Capa, Gilles Caron, Helen Levitt, Mario Giacomelli sowie ein paar anderen anonymen Fotografen.


Sao Paulo, Brasilien 2011
Sao Paulo, Brasilien 2011
Washington D. C., USA 2012
Washington D. C., USA 2012

In São Paulo, Brasilien, klebte JR an vor dem Kunstmuseum (MASP), Fotos von den Guarani Kaiowas (Eingeborenen von Mato Grosso do Sul), die die Entwaldung bekämpfen sowie die Erhaltung der Tradition.

In Washington DC, JR pastet er auf ein Gebäude Fotos des berühmten Fotograf und Bürgerrechtlers Ernest Withers von der "Ich bin ein Mann" Demonstration, der letzte Marsch von Dr. Martin Luther King vor seiner Ermordung im April 1968.


Marseille 2013
Marseille 2013

In Marseille, Frankreich, im Viertel La Belle de Mai, lud JR die Bewohner ein, ihm einen Blick in ihren persönlichen Fotoalben zu gewähren, als Erinnerung an die Geschichte ihres Viertel. Diese Fotografien, zugeschnitten oder vergrößert, schaffen monumentale Kunstwerke an den Fassaden des Viertels und verwandeln es in kollektives Gedächtnis des Viertels.

INSIDE OUT  PROJECT

Am 2. März 2011 auf der TED-Konferenz in Long Beach, Kalifornien, forderte JR die Schaffung eines Global Art Projects - das „Inside Out-Project“ - " inspiriert durch seine großformatigen Paste-Ups in seinen unzähligen Projekten. Das Konzept des Projekts ist es, dass Einzelne oder Gruppen die Möglichkeit haben, durch ein oder mehrere Porträts und das, wofür sie stehen mit anderen zu teilen. Kleinere Projekte werden in Eigenregie von den Teilnehmern durchgeführt. Bei größeren Projekten kommt ein extra eigens dafür konzipierter Photobooth, der aussieht wie eine riesiger Fotoapparat und in dessen Innerem ein Fotoautomaten und Drucker eingebaut sind. Die Portraits werden vor Ort geschossen und direkt an die Wände geklebt. Alle Aktionen werden auf der eigenen Homepage www.insideoutproject.net dokumentiert, archiviert und online ausgestellt. Über 200.000 Poster sind in mehr als 100 Ländern seit März 2011 bereits dort zu sehen.

Chiang Mai, Thailand
Chiang Mai, Thailand
Karachi, Pakistan
Karachi, Pakistan

Naplouse, Palestine
Naplouse, Palestine
Tunisia, Police Station of La Goulette
Tunisia, Police Station of La Goulette

more Info: www.jr-art.net/

LEVALET (PARIS)

Levalet ist ein französischer Paste-Up Street Künstler, der seine Werke mit Installationen kombiniert. Jedes einzelne Paste Up wird an die jeweilige Umgebung angepasst, wodurch viele individuelle Kunstwerke entstehen. Levalet will, dass die Paste Ups mit deren Umgebung interagieren und so komplett neue Bilder erschaffen. Und so werden Stromkästen, Abflussrohre und andere Stadtmöbel, aber auf den Bürgesteig geworfener Müll zu urbanen Kunstobjekten.


more Info: www.levalet.org

LUDO (PARIS)




Ludo ist der Ökorevoluzzer unter den Street Art Künstlern. Er kommt aus Frankreich, studierte Kunst in Mailand und lebt und arbeitet heute wieder in Frankreich. Das typische an Ludo ist die Verbindung von Pflanzen- und Tierwelt mit der todbringenden oder lebensgefährlichen Sachen der Modernisierung. So entstehen zum Beispiel skurrile Hybride aus Schusswaffen und Schmetterlingen oder Trinkdosen mit dem Warnlogo „biological hazard“. Die Farbe Grün ist ein Markenzeichen von Ludo und ein bisschen scheint es, als würden seine Paste-Ups radioaktiv strahlen. Er setzt sich sehr kritisch mit der Umwelt auseinander und will zum Nachdenken anregen. Ludos Techniken sind facettenreich - er sprüht, malt, filmt und pastet. Ein weiteres Arbeitsfeld ist aber auch das Adbusting (aus den englischen Wörtern ad – Kurzform von advertisement = ‚Werbung‘ und dem Verb to bust - umgangssprachlich = ‚zerschlagen‘) - er deformiert Werbung unter kritischen Gesichtspunkten mit seiner unverkennbaren Handschrift.

more Info: www.thisisludo.com

Alias
Alias
El Bocho
El Bocho
JR
JR
Levalet
Levalet
Ludo
Ludo

I Love it - all this amazing Street Art Work...